Chronische körperliche Erkrankungen und Behinderungen steigern das Risiko für Depressionen deutlich. So tragen die betroffenen Kinder laut DAK – Gesundheit insbesondere im Jugendalter ein bis zu 4,5-fach erhöhtes Depressionsrisiko.

Für eine Angststörung ist das Risiko bis zu 3-fach erhöht. Auch bei Adipositas und Schmerzen gibt es deutliche Zusammenhänge: Unabhängig vom Alter sind Jungen und Mädchen mit krankhaftem Übergewicht 2,5- bis 3-mal häufiger von einer depressiven Störung betroffen als Gleichaltrige mit normalem Körpergewicht. Bei Kindern, die unter Schmerzen leiden – Rücken-, Kopf-, Bauch- oder Beckenschmerzen –, besteht ein 2- bis 2,5-faches Risiko.

Kinder und Jugendliche mit Depressionen haben Schwierigkeiten, ihre alltäglichen Aktivitäten fortzusetzen. Sie ziehen sich stark zurück, schaffen es kaum noch, in die Schule zu gehen. 41 Prozent aller Fälle im Jahr 2017 diagnostizieren die Ärzte als mittelschwer oder schwer. Kinder- und Jugendärzte gehen von einer hoher Dunkelziffer aus.