Der Film 

Die Dokumentation porträtiert vier junge Menschen, die diese Problematik in ihrem Leben haben, und zeigt, welches Potenzial die Selbsthilfe hier haben kann.

Bei Jennifer (22) wurde in ihrer Jugend ein Lymphödem diagnostiziert. Nicht nur die Diagnose belastete die junge Frau sehr, sondern auch die Reaktionen ihrer MitschülerInnen, die überwiegend negativ waren. Darauf folgte das Gefühl allein und isoliert zu sein. Geändert hat sich dies, als sie in einer psychosomatischen Klinik feststellte, dass sie mit ihren Problemen nicht alleine ist und es andere Betroffene in ihrem Alter gibt. Dies veranlasste Jennifer aktiv zu werden und ihren Problemen die Stirn zu bieten.

Oliver (29) hat ADHS. Der junge Mann hatte bereits als Kind Schwierigkeiten mit seiner Erkrankung umzugehen und somit entwickelten sich bei ihm Depressionen, die er lange nicht deuten konnte. Er wusste zwar schnell, dass mit seinem Empfinden etwas nicht stimmt aber konnte dies nicht zuordnen. Erst der Besuch einer Selbsthilfegruppe und eine damit verbundene Therapie ließen Oliver wieder aufleben und Hoffnung schöpfen.

Monique ist 20 Jahre alt und hat Endometriose. In den letzten Jahren musste sie viel durchmachen: die lange Suche nach einer Diagnose hat sie bis kurz vor einen Suizidversucht gebracht. Als sie sich darauf zu einem stationären Aufenthalt in einer Klinik einwies und dort ein Informationsseminar zum Thema Depressionen besuchte, wurde ihr deutlich, dass sie Hilfe benötigt und sich mit sich und dem Thema auseinandersetzen muss.

Alena (22) hatte als Säugling Augenkrebs, ein Auge musste damals entfernt und das andere bestrahlt werden. Im Alter von sieben Jahren bekam sie noch einen Weichteiltumor an der linken Schläfe. Mit 18 Jahren führten ihre Erkrankungen dazu, dass sie eine Depression erlitt und begab sich darauf hin in Behandlung.

Alle vier Betroffenen waren irgendwann an einem Punkt im Leben, von dem aus es ohne fremde Hilfe nicht weiter gegangen wäre. Heute gestalten sie selbst verschiedene Formen der Selbsthilfe und erleben diese positiv.

  • Jennifer möchte gerne ihre neu gewonnene Energie nutzen um sich mit gleichaltrigen Betroffenen auszutauschen. Hierfür gründet sie aktuell ihre eigene Selbsthilfegruppe und ist seit 2018 Mitglied im Orga-Team des Bundestreffen für Junge Selbsthilfe.
  • Oliver ist Gründer der ersten jungen Selbsthilfegruppe in Aachen und Organisator vom Arbeitskreis Junge Selbsthilfe Aachen, unter dessen Dach sich inzwischen ein breites Selbsthilfe-Angebot für junge Menschen in der Region geformt hat. Nach diesem Vorbild hat er den Arbeitskreis Junge Selbsthilfe NRW mitbegründet und hebt im Moment den entsprechenden Bundesverband (Junge Selbsthilfe Deutschland) mit aus der Taufe. Junge Selbsthilfe ist Olivers Herzensprojekt.
  • Monique fühlt sich bei realen Gruppentreffen nicht wohl und nutzt daher den digitalen Weg zur Selbsthilfe. Sie setzt sich auf vielfältigen Wegen für ihr Erkrankungen ein. Neben der Durchführung von Events zur Aufklärung, besuchte sie Berufsschulen um über chronische Erkrankungen und Depressionen aufzuklären und möchte gerne ein Buch über Depressionen schreiben. Zudem möchte sie ihre YouTube-Präsenz noch stärker ausbauen. Die Kanäle, die Monique nutzt, um über ihre Krankheit zu informieren, finden Sie hier.
  • Alena findet ihre Selbsthilfe in der Aufklärung und im Mutmachen von anderen Betroffenen auf Workshops und bei Eltern-Betreuungen der Kinderaugenkrebsstiftung.

Die Protagonist*innen erzählen, wie wichtig die Selbsthilfe in ihrem Leben war und ist, und was das Besondere an junger Selbsthilfe ist. Über ihre Geschichten zeigt der Film verschiedene Wege, sich selbst und damit auch anderen zu helfen und wie wichtig es ist, das Gefühl zu erleben, nicht alleine zu sein. Ein Austausch auf Augenhöhe ist sehr wertvoll für alle Betroffenen. Damit will der Film auch andere junge Menschen motivieren, nach passenden Angeboten der Selbsthilfe zu suchen, anstatt sich zu isolieren.

Termine Filmprämiere

Die Filmpremieren haben am 29.09.2020 im Rex Filmtheater Wuppertal, am 30.09.2020 im Rex am Ring Köln und am 05.10.2020 im Moviemento Berlin stattgefunden.

Organisieren Sie eine Filmvorstellung in ihrem regionalen Kino

Unterstützen Sie uns dabei, die Menschen für das Thema Depression als mögliche Begleiterscheinung von Behinderungen oder chronischen Erkrankungen zu sensibilisieren und organisieren Sie Ihre eigene Filmvorstellung in Ihrem regionalen Kino.

Kino Popcorn EintrittskarteGerne können Sie den Film in einem für das Kino passende Format über uns erhalten. Es wäre doch schön, wenn Sie mit dem Kino in Ihrer Stadt entsprechend Kontakt aufnehmen könnten damit der Film auch dort gezeigt werden kann. Außerdem könnte anlässlich der Filmvorführung im Kino eine kleine Diskussionsrunde veranstaltet werden um auf die Thematik aufmerksam zu machen.

Gerne unterstützen wir ihr Partnerkino mit Werbematerial.

Nehmen Sie gerne Kontakt zur BAG SELBSTHILFE auf.

 

Plakat   Flyer –   Download

Wer den Film kaufen, ausleihen oder Lizenzen kaufen möchte, der kann sich an das Medienprojekt Wuppertal wenden:

https://www.medienprojekt-wuppertal.de/nicht-allein-sein-ein-film-ueber-junge-menschen-mit-behinderung-oder-chronischer-erkrankung-und-depressionen-sowie-das-potenzial-junger-selbsthilfe

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